Baldegger Schwestern Klosterherberge Stella Matutina Hertenstein

Das Evangelium vom 1. Fastensonntag berichtet von der Zeit, die Jesus in der Wüste verbracht hat: Mt 4,1-11

 

Er wurde in seiner eigenen Mitte versucht, in seiner Beziehung zu Gott. Der Versucher will, dass Jesus sich “normal“ verhält: Ein wenig gesund egoistisch, in dem er Steine in Brot wandelt.

Dass er auf sein Ansehen bedacht ist, indem er sich vom Tempel stürzt und aufgefangen wird.

Und dass er sich dem Versucher gegenüber unterwürfig verhalte, weil er ihm die Herrschaft über die Reiche der Welt anbietet.

Jesus widersteht der Versuchung, sich selbst das Brot des Lebens zu machen.

Er widersteht der Versuchung, Gott als Beweismittel zu missbrauchen.

Und der Versuchung, die Herrschaft über die Welt zu erlangen.

«Vor dem Herrn deinem Gott sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.» In der Anbetung Gottes, im Anerkennen seiner Grösse und seines Geheimnisses gründet letztlich die Freiheit des Menschen.

 

Man muss durch die Wüste gehen
und in ihr verweilen,
um die Gnade Gottes zu empfangen.
Dort treibt man alles aus sich heraus,
was nicht Gott ist …

Die Seele braucht
diese Stille,
diese Sammlung,
dieses Vergessen alles Geschaffenen.
So kann Gott
in ihr sein Reich aufrichten
und den Geist der Innerlichkeit
in ihr gestalten.

(Charles de Foucauld)